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Niha
liegt hinter einem Hügel, an dessen Fluss sich die Ruinen eines
römischen Heiligtums erstrecken Die lateinischen Inschriften
erwähnen den syrisch-phönizischen Gott Hadararnus, zu
dem die büßenden Jungfrauen pilgerten. Die Stufen, die
in die Cella führten, geben heute einen Eindruck von dem einst
imposanten Tempel, der zum Teil wieder aufgerichtet wurde. Links
von den Stufen sehen wir ein Relief eines Priesters, der dem Gott
Weihegaben darbringt.
Nach eingehender Erforschung des Gebietes legten 1944/45 Archäologen
200 m südwestlich den Grundriss eines zweiten Tempels auf dem
Hügel Sahl al-Knaise frei.
Zu den Ausläufern des Libanongebirges westlich von Niha führt
links vom Tempel ein kleiner, teils nicht asphaltierter Weg 300
m hinauf zu al-Husn oder Husn Niha (1344 m), wo Reste von zwei römischen
Tempeln stehen. Die Architektur erinnert an jene der großen
Tempelanlage in Baalbek - seien es der dekorative Schmuck oder die
als Wasserspeicher dienenden Löwenköpfe des Gebälks.
Reste im Heiligtum verraten, dass einer der Tempel in byzantinischer
Zeit in eine Kirche umgewandelt wurde; auch einige christliche Grabstätten
wurden in der Nähe gefunden.
Quellenangabe:
©
Reise Know How "Libanon, Seite 364" - siehe Beschreibung
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