| um
9000 - 6000 v. Chr. |
|
Frühe
Jungsteinzeit. Die ersten Siedlungen entstehen, ihre Bewohner sind
Jäger und Viehzüchter, sie sammeln Wildgetreide und bauen
Hülsenfrüchte an.
|
 |
| um
6000 - 4000 v. Chr. |
|
Späte
Jungsteinzeit Getreidebau, Töpfereiwesen und Stadtkultur entwickeln
sich rasch, so in Nordostsyrien, Ugarit / Ras Shamra (syrische Küste)
und im südlichen Zweistromland. In Byblos leben die Fischer
zunächst in Einraumhütten, dann in festen Häusern.
|
 |
| um
4000 - 3000 v. Chr. |
|
Das
schon länger bekannte Kupfer wird als Schmuckmetall verwendet;
Gebrauchsgegenstände bleiben weiterhin aus Stein. In Byblos
entstehen Häuser mit mehreren Räumen.
|
 |
| um
2700 v. Chr. |
|
In
Ägypten und Mesopotamien haben sich Hochkulturen entwickelt,
an der Küste des Libanon besitzt Byblos zwei Heiligtümer.
Zedernholzexporte nach Ägypten lassen den Ort aufblühen.
|
 |
| um
2500 v. Chr. |
|
Byblos,
Beirut und Tyrus sind unabhängige Kleinkönigreiche, erstmals
wird Byblos mit einem Wall befestigt.
Die Menschen verwenden zunehmend Bronze.
|
 |
| um
2200 v. Chr. |
|
Die
Amoriterinvasion zerstört die Küstenstädte; in Byblos
ist die Brandschicht einen halben Meter hoch. Amoriter setzen sich
vorübergehend im Lande fest.
|
 |
| um
2000 - 1800 v. Chr. |
|
Der
Wiederaufbau der Tempel in Byblos ist möglich, weil die Küstenstädte
verstärkt ihre Handelsprodukte seihst herstellen, vor allem
Bronzewaffen und Statuetten, Goldschmuck und andere Luxusartikel
wie Elfenbeinschnitzereien. Handel mit der Ägäis, Kreta,
Ägypten, Mari und Mesopotamien.
|
 |
| um
1650 v. Chr. |
|
Indoeuropäische
Völker drängen in den Vorderen Orient, die Reiterstämme
der Hyksos werden abgedrängt und erobern Unterägypten.
Byblos haut eine feste Stadtmauer. Seine guten Beziehungen zu Ägypten
werden nicht berührt; auch die neuen Herren brauchen Zedernholz
und Luxusartikel.
|
 |
| um
1590 v. Chr. |
|
Die
indoeuropäischen Hethiter gründen ein Reich in Anatolien-
Von dort aus führen sie Feldzüge - Ebla und Babylon werden
erobert und zerstört. Byblos wird hethitisches Vasallenkönigreich,
die Grenze verläuft am Hundsfluss.
|
 |
| um
1450 v. Chr. |
|
Thutmosis
III., einer der ersten Herrscher des Neuen Reiches, landet hei Byblos,
erobert den Küstenstreifen und schlägt die Hethiter hei
Megiddo. Byblos, Sidon, Tyrus und Beirut sind ägyptische Vasallen.
Die Ägypter setzen in Sumur (Akkar-Ebene) und Kumidi (Kamid
al-Lauz) Gouverneure ein.
|
 |
| um
1350 v. Chr. |
|
In
den Amarna- Texten (Amenophis IV., Echnaton) werden Byblos und Beirut
erwähnt. In der Akkar-Ebene um Arqa und um Homs entsteht die
Pufferstadt Amurru.
|
 |
| um
1275 v. Chr. |
|
Ramses
II. wird in der Schlacht von Kadesch (Syrien) vom hethitischen Großkönig
Hattushili III- geschlagen; er kann aber einen Friedens- und Freundschaftsvertrag
aushandeln. Die Küste Syriens ist bis auf Ugarit im Norden
wieder ägyptisch.
|
 |
| um
1200 v. Chr. |
|
Die
in das Ostmittelmeer eindringenden Seevölker zerstören
das Hethiterreich und mehrere Städte an der syrischen Küste,
darunter Ugarit und Sidon. Im Nildelta werden sie von Ramses III.
geschlagen und vertrieben. Sie lassen sich im nach ihnen benannten
Philisterland (Palästina) nieder.
|
 |
| um
1100 v. Chr. |
|
Der
assyrische Herrscher Tiglat-Pileser I. reist in den Libanon und
kauft dort Zedernholz. Byblos und Sidon zahlen Tribut, bleiben aber
unabhängig.
|
 |
| um
1000 - 740 v. Chr. |
|
Die
syrischen Küstenstädte bilden unabhängige Kleinkönigreiche.
Unter dem Namen Phönizien entwickeln sie eine gemeinsame Kultur
und verbreiten diese durch Handelszüge und Kolonisation im
gesamten Mittelmeerraum. Hiram von Tyrus (969-936) stellt Salomo
Material, Arbeiter und erfahrene Bauleute für den großen
Tempel in Jerusalem zur Verfügung. Ein erstes Alphabet wird
entwickelt, auf das unser heutiges zurückgeht. Export von Zedernholz
und -harz, Glas, Purpurstoffen und Metallwaren sind Haupteinkommen
der Küstenstädte. 814 v. Chr. wird Karthago gegründet,
die in Zukunft wichtigste Kolonie.
|
 |
| ca.
740 - 539 v. Chr. |
|
Seit
der Herrschaft Tiglat-Pileser III. (744-727) erobern Assyrer und
später Neubabylonier Phönizien. Aufstände und Zerstörungen
folgen, so beim Zug Sanheribs 701 v. Chr. und beim Aufstand von
Tyrus, der 572 von Nebukadnezar 11- (604-562) nach 13 Jahren Belagerung
niedergeschlagen wird.
|
 |
| ca.
539 - 332 v. Chr. |
|
Die
Perserzeit ist eine Friedensperiode für Phönizien; die
Geschäfte blühen. An den Seeschlachten der Perser gegen
die Griechen sind phönizische Flotten beteiligt. Eine Revolte
Sidons unter Artaxerxes 351 v. Chr. führt zur Zerstörung
der Stadt. Die persische Satrapie wird vom kurz zuvor von drei phönizischen
Städten als gemeinsame Handelsbasis gegründeten Tripolis,
dem heutigen Tripoli, aus verwaltet.
|
 |
| 332
v. Chr. |
|
Auf
dem Zug Alexanders des Großen wird Tyrus belagert und nach
Bau eines Dammes erobert.
|
 |
| 304
- 64 v. Chr. |
|
Phönizien
ist Teil des hellenistischen Kulturraums (zuerst unter ptolemäischer,
dann teilweise unter seleukidischer Herrschaft). Die Grenze liegt
seit 301 v. Chr. am Hundsfluss, ab 188 v. Chr. ist ganz Phönizien
seleukidisch.
|
 |
| 64
v. Chr. |
|
Pompeius
erobert Phönizien; es wird Teil des Imperium Romanum.
|
 |
| Quellenangabe |
| ©
Reise Know How "Libanon, Seiten 108-111" - siehe Beschreibung |