Banner Geschichte, Zeitafel n. Chr www.libanon-info.de
Libanon-Info  –  Land & Leute    Kultur  –  Geschichte    Religionen    Politik    Wirtschaft    Reiseinfos    Nützliches    Aktuelles

trans
  pfeilgrauPrähistorisch
  pfeilgrauPhönizier
  pfeilgrauGriechen
  pfeilgrauRömer
  pfeilgrauKreuzfahrer
  pfeilgrauUmayyaden
  pfeilgrauNeuzeit

Zeittafel
n.Chr.
          
          pfeilorangev.Chr.
 



27 - 30 n. Chr.

Christus lehrt In Sidon, Tyrus und Qana, Paulus ist mehrfach in Phönizien, seine Romreise beginnt in Sidon. In der Folge erste christliche Gemeinden in den Küstenstädten.

trans
1 - 4. Jh. n. Chr.

Römische Sitten und Kulturelemente setzen sich durch. Die Städte Tyrus, Sidon, Beirut, Byblos und Tripolis erhalten neue, großzügige Stadtviertel, im ganzen Land werden zahlreiche Tempel errichtet, darunter der monumentale Komplex von Baalbek. Die phönizischen Städte profitieren vom Zwischenhandel orientalischer Waren für den römischen Markt, ihre Häfen sind Endpunkt der Seidenstraße und der Weihrauchstraße. Purpurstoffe, Zedernholz, Glas, Metallwaren und Olivenöl bleiben Haupthandelsgüter.

trans
314 - 317

Als erste große Basilika des Christentums wird die Bischofskirche von Tyrus errichtet, bald darauf wird das Christentum Staatsreligion.

trans
395

Reichsteilung; Phönizien wird ein Teil Ostroms - des Byzantinischen Reiches mit der Hauptstadt Konstantinopel. Zwischen Hochkirche und der Volksreligion ist eine Kluft entstanden, die auch in mehreren Konzilien, darunter in Tyrus, nicht geschlossen werden kann. Eine asketische Mönchsgemeinschaft um den Einsiedler Maroun zieht viele Menschen an, es entstehen erste maronitische Klöster.

trans
551

Schweres Erdheben und Tsunami; schwerste Zerstörungen in allen Küstenstädten.

trans
619 - 629

Besetzung durch die Sassaniden, dann Wiedereroberung durch die Byzantiner unter Kaiser Heraklios.

trans
638 - 640

Eroberung der Küstenstädte durch die arabischen Truppen der Kalifen von Medina. Die christliche Bevölkerung sieht die Muslime gegenüber den Byzantinern als das kleinere Übel; christliche Einrichtungen werden zunächst nicht angetastet.

trans
661 - 750

In Damaskus regieren die Ummayaden; die islamische Kunst entwickelt sich unter starkem persischem und byzantinischem Einfluss. Anjar wird gegründet. In den anderen Städten entstehen Moscheen, so in Baalbek.

trans
8 -10. Jh.

Für die in Bagdad regierenden Abbasiden ist der Libanon ohne Interesse, lokale Machthaber und die ägyptischen Tuluniden und Ikhschididen haben abwechselnd das Sagen; byzantinische Rückeroberungsversuche (Beirut 975) haben keinen bleibenden Erfolg.

trans
11. Jh.

Die schiitischen Fatimiden aus Kairo erobern das Land, doch entreißen ihnen die türkischen Seldschuken unter fAlp Arslan nach 1055 ganz Syrien, die Küste des Libanon, Palästina und Jerusalem. Christliche Pilger können Jerusalem nicht mehr besuchen. Papst Urban ruft deshalb ab 1074 zum Kreuzzug auf.

trans
1098 -1289 (1291)

Kreuzfahrerstaaten im Libanon, nur der äußerste Osten bleibt in der Hand heimischer Kleinfürsten. Die Kreuzfahrer des Ersten Kreuzzuges umgehen zunächst die Festungsstädte der Küste und erobern 1099 Jerusalem, das sie zur Hauptstadt ihres Königreiches erklären. Erst 1188 fällt Tripoli, es entsteht die Grafschaft Tripoli, die Grenze zum Königreich. Jerusalem ist wieder einmal der Hundsfluss. 1110 werden Sidon und Beirut erobert, Tyrus erst 1124. Die Rückschläge beginnen bald, weitere Kreuzzüge bringen nur vorübergehende Erfolge. Der aiyubidische Sultan Saladin, der in Kairo die Nachfolge der Fatimiden angetreten hat, erobert 1187 schließlich Jerusalem. Für kurze Zeit kann die Stadt durch Vertrag christlichen Pilgern wieder zugänglich gemacht werden, doch 1268 greifen die Mamelucken an, die inzwischen in Kairo regieren, und vertreiben die Kreuzritter aus dem Heiligen Land: Sultan Baibars erobert Antiochia, den Krak des Chevaliers (Syrien) und Arqa, Sultan Qalaun 1289 Tripoli und Batrun. Mit dem Fall von Akko endet 1291 die Kreuzfahrerzeit.

trans
1289 -1517

Die ägyptischen Mamelucken bringen dem Libanon Wohlstand und kulturelle Blüte. Das antike und Kreuzfahrer-Tripolis wird zerstört und an anderer Stelle neu aufgebaut, im ganzen Lande entstehen Moscheen, Medresen und andere öffentliche Bauten. Der Mittelmeerhandel wird vor allem durch Italiener und Franzosen abgewickelt, die in den Haupthäfen Sidon und Tripoli Konsularrechte erhalten.

trans
16. Jh.

Die osmanische Herrschaft bringt wenige Veränderungen, der Fernhandel wird nicht angetastet. Die Religionspolitik ist neutral, immer mehr verfolgte schiitische Gruppen siedeln im Libanon, vor allem im (heute christlichen) Metr und Kesruan.

trans
1590 -1632

Der drusische Emir Fakhr ed-Din II. aus der Familie Maar steigt vom Herrn des Chouf zum unabhängigen Herrscher des Libanon auf. Seine Außenpolitik stützt sich auf da Großherzogtum Toskana, wo er jahrelang im Exil war, und Frankreich. Er wird von den Osmanen gefangengenommen und 1635 hingerichtet.

trans
Mitte 17.Jh. - Ende 18.Jh.

Mit dem Niedergang des Osmanischen Reiches versiegen die Geldquellen der Handelshäfen, alle Städte sinken zu Provinzorten herab.

trans
ca.1800 -1840

Der drusische Emir Bechir II. aus der Familie Chehab regiert den Libanon bis zu seiner Absetzung wie ein unabhängiger Herrscher.

trans
1859 -1861

Soziale Unruhen gipfeln in einem Massaker, bei dem die Drusen mehr als 20000 maronitische Christen töten. Frankreich greift ein; die französische Regierung zwingt die Türkei, eine autonome Region für die Christen auszurufen, die autonome Provinz Mont Liban entsteht, sie umfasst etwa 1/3 des heutigen Staatsgebietes.

trans
1861 -1919

Der Libanon steht, obwohl nach wie vor im Staatsverband des Osmanischen Reiches, unter wirtschaftlichem und kulturellem Einfluss Frankreichs; besonders die Christen nehmen zahlreiche Elemente westlichen Lebensstils auf.

trans
1920
Frankreich erhält ein Völkerbundmandat für Syrien und den Libanon, französische Truppen marschieren ein.
trans
1926
Der Libanon, der sich gegenüber dem Vorkriegszustand wesentlich vergrößert hat, wird Republik. Die Verfassung schreibt den religiösen Proporz fest.
trans
1943

Der Libanon wird unabhängig, bis 1946 verlassen die französischen Truppen das Land.

trans
1948

Die Regierung beschließt freien Devisenhandel und Bankverkehr; der Libanon wird zum wichtigsten Bankenzentrum im Nahen Osten. Ein Wirtschaftswunder verwandelt in den nächsten zwei Jahrzehnten Beirut in eine moderne Stadt, touristische Anstrengungen machen die >Schweiz des Nahen Ostens< zum Fremdenverkehrsland für europäische und arabische Gäste.

trans
1967 -1969

Libanon beteiligt sich nicht am Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten. Durch die Angriffe palästinensischer Guerillas auf Israel von libanesischem Territorium aus, wird das Land aber dennoch in den Nahostkonflikt hineingezogen. Nach israelischen Angriffen auf palästinensische Flüchtlingslager im Libanon und dem vergeblichen Versuch der libanesischen Armee, der PLO (Palestine Liberation Organization) Herr zu werden, muss die Regierung 1969 ein Abkommen mit dieser treffen, das einer Anerkennung eines PLO-Staates im Staat gleichkommt.

trans
1970 -1975

Jordanien weist seine Palästinenser aus; die meisten gehen in den Libanon. Der Verfall der Staatsmacht führt dazu, dass Armee und PLO 1973 einander auf libanesischem Territorium blutig bekämpfen. Maroniten und Schiiten, linke Sunniten und andere Gruppen rüsten immer mehr Milizarmeen auf.

trans
April 1975 - Oktober 1990

Bürgerkrieg. Der Krieg beginnt mit Kämpfen zwischen PLO und Falangisten, dem bewaffneten Flügel der Maroniten. Das Land wird in kürzester Zeit in kleine und kleinste Territorien aufgeteilt, in denen nur noch die Militärorganisationen der einzelnen Gruppen das Sagen haben. Die Kampfzone zwischen Muslimen und Christen, die >Green Line<, zerteilt Beirut. Syrien schaltet sich ein; 1978 dringen israelische Soldaten in den Südlibanon vor. Nach dem Abzug werden sie durch eine UN-Friedenstruppe ersetzt. 1982 marschieren die Israelis wieder ein; diesmal erobern sie den gesamten Libanon. Hunderte palästinensische Zivilisten in den Flüchtlingslagern Sabl und Chatila (Südbeirut) werden unter den Augen israelischer Bewacher von maronitischen Freischärlern ermordet. Die weltweite Reaktion auf das Massaker zwingt die Israelis zum Rückzug in den Südlibanon. Als sie 1985 auch diesen verlassen, übernimmt die christliche SLA und "israelischer Beobachtung"(Südlibanesische Armee) die Kontrolle dieser "Sicherheitszone."
Kämpfe zwischen Drusen und Christen im Chouf, "Bergkrieg"; die Christen ziehen sich nach Norden und Jezzine zurück, ihre Dörfer werden planiert. Die 1982 gegründete schiitische Organisation Hisbollah übernimmt in den schiitischen Gebieten des Landes immer mehr die Kontrolle. Im Februar 1987 besetzen syrische Truppen Beirut. 1988 endet die Amtszeit von Präsident Gemayel, der zu diesem Zeitpunkt nur noch über den Präsidentenpalast gebietet. Keine der kämpfenden Gruppen kann sich über einen Nachfolger einigen. Im saudiarabischen Taif beginnen Verhandlungen zwischen den Bürgerkriegsgegnern, am 5. November 1989 wird das Abkommen von Taif ratifiziert, in dem die Machtverteilung im Parlament leicht zu Gunsten der Muslime verändert wird, die im Staat inzwischen die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen.

trans
Ende 1990

Beginn der Nachbürgerkriegszeit Die Syrer entwaffnen die meisten Milizen. Syrische und reguläre libanesische Truppen werden zur Überprüfung der Waffenruhe eingesetzt. 1992 wird Rafik Hariri (ein Sunnit aus Saida, der in Saudi Arabien Dollarmilliardär geworden war) Ministerpräsident. Er führt ein Kabinett, in dem die alten Gegner einträchtig vertreten sind. Der Wiederaufbau beginnt. 1994 startet SOLIDERE den Wiederaufbau von Beirut, Straßen und Kommunikationslinien im ganzen Land werden in hohem Tempo wieder instand gesetzt.

trans
1995

Frieden zwischen PLO und Israel. Die Hoffnung auf einen Frieden zwischen Libanon und Israel bleibt unerfüllt, da Israel in der Golanfrage nicht nachgibt.

trans
1996

Beginn der zweiten Amtszeit von Ministerpräsident Hariri. Israelische Treffer töten mehr als hundert schiitische Zivilisten in einem UN-Krankenhaus in Qana.

trans
1997

Papst Johannes Paul II. besucht den Libanon.

trans
1998

Erste Gemeinderatswahlen seit 1963; erstmals nach dem Bürgerkrieg nehmen Christen an Wahlen teil. Ende 1998 wählt das Parlament den maronitischen General Emile Lahoud zum neuen Präsidenten. Die drusischen Abgeordneten bleiben der Abstimmung fern.

trans
Mai 2000

Die SLA und Israel ziehen sich aus der Sicherheitszone in Süd Libanon zurück.

trans
August - Oktober 2000

Parlamentswahlen finden statt.
Staatspräsident wird Herr Emile Lahoud (Maronit); der Ministerpräsident ist Herr Rafik Hariri (Sunnit) und der Parlamentspräsident ist Herr Nahib Berri (Schiit).

trans
Quellenangabe
© Reise Know How "Libanon, Seiten 108-111" - siehe Beschreibung
trans
trans
trans
trans
new
trans
arabica-reisen
mit der LTU
Düsseldorf - Beirut
Düsseldorf
trans
( Aktuelle Angebote)
trans
DSL, Internet,
Handys, uvm.
trans
   handmade!
trans
trans trans trans