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Der
farbenfrohe, überdachte Suk verdient einen Besuch. Gleich nach dem Eingang
in den Markt liegt die Osmanische Karawanserei (Khan). In einer Nebenstraße
steht das "Mameluken-Haus", ein Wohnhaus aus der osmanischen Periode,
das gerade als Teil des kulturellen Erbes restauriert wird und der Antikenverwaltung
als Informationszentrum dienen soll. Die weiße, zweifach überwölbte
schiitische Moschee gehört zu den Bauwerken Tyrus, die besonders interessant
sind. Unweit des Marktes liegt der meist sehr geschäftige Fischereihafen,
der in phönizischer Zeit als der "sidonische" Hafen bezeichnet
wurde, weil er nach Norden Richtung Sidon (Saida) blickte. Den Hafen entlang,
das Meer zur Rechten, führt der Weg ins sogenannte "Christliche Viertel",
einen sehr malerischen Stadtteil mit engen Straßen und Gassen und viel traditioneller
Architektur. Hier ist auch der Sitz des Maronitischen Bischof von Tyrus und
dem Heiligen Land. Ein mittelalterlicher Turm steht in einem kleinen Garten,
und ein zweiter ist unter einen kleinen Leuchtturm zu sehen. In der Kreuzfahrerzeit
schützten viele solcher Türme die Stadt.
Übernachtungstipp:
Unweit
der Nekropole und des Hippodrom in Ufernähe gelegene "Resthaus"
ist das für Touristen empfehlenswerteste Hotel in Tyrus.
Tauchen:
Die
Standardausrüstung ist ausreichend, um die antiken phönizischen Wellenbrecher
und Molen zu erforschen. Wer Murexmuscheln sehen will, kann sie noch entlang der
Küste zwischen den Felsen und versunkenen archäologischen Ruinen finden.
Ras
el-Ain 6
km südlich, ist seit phönizischen Zeiten die Hauptquelle von Tyrus.
Artesische Brunnen füllen seit altersher die steinernen Wasserreservoirs,
von denen einer den bis zur Stadt führenden römischen Aquädukt
versorgte. Reste der parallel zur römischen Straße laufenden Wasserleitung
sind in der Nähe des Triumphbogens zu sehen. Sarafand
das in der
Bibel erwähnte antike Sarepta, liegt 28 km nördlich von 'Tyrus. Ausgrabungen
haben die Reste kanaanäisch - phönizischer Stätten und römischer
Hafenanlagen freigelegt. Im heutigen Sarafand werden in einer Werkstatt Glaswaren
noch nach phönizischer Tradition geblasen. Grab
des Königs Hiram Auf
dem Wege nach Qana el-Jalil, 6 km südöstlich von Tyrus, steht ein Grabdenkmal
aus der persischen Epoche (550-330 v. Chr.), das der Überlieferung zufolge
das Grab des Königs Hiram ist, der König Salomon nicht nur Zedernholz
lieferte, sondern auch Architekten und Baumeister, die den Tempel nach dem Vorbild
des Melkart Tempels in Tyrus bauten. Quellenangabe.
©
"Libanon - Tyrus" Broschüre des Libanesischen Ministerium für
Tourismus |