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wir seinen Wegen im Libanon!
In Galiläa,
März 28
Zur
Zeit der Geburt Christi war es der nördlichste der drei Teile
Palästinas, westlich des Jordanflusses, und seine Grenzen berührten
Phönizien. Rassen und religiöse Glaubensrichtungen mischten
sich hier. Die Juden lebten zusammen mit den griechischen oder römischen,
arabischen, syrischen oder aus Mesopotamien stammenden Kolonien
sowie mit der autochthonen kanaaneischen und phönizischen Bevölkerung.
Aufgrund des informellen und als unrein angesehenen Zusammenlebens
hegten die Juden in Judäa, wie der römische Historiker
Plinius (V, 14) feststellte, eine herzliche Verachtung für
die Galiläer.
Der äußerste Teil dieser Gebiete Palästinas wurde
als das Galiläa der Nationen, d.h. der Nichtjuden betrachtet.
Andererseits erfreuten sich die Juden in Galiläa dank des Einflusses
der Phönizier, die Kaufleute waren, eines Ansehens als wohlhabendes
Bürgertum.
Qana
in Galiläa
Es
gibt im Libanon unweit von Tyrus ein Dorf namens Qana el Jalil =
Qana von Galiläa. Eine sehr gut gesicherte Überlieferung,
die auf Eusebius von Cäsarea, den ersten Kirchenhistoriker,
und auf den Hl. Hieronymus zurückgeht, bezeugt dort das erste
Lebenszeichen von Jesus.
Die Jungfrau Maria, Jesus und seine Schüler waren dort zu einer
Hochzeit eingeladen, wie das Evangelium nach Johannes (Joh.2) berichtet.
Als Maria sah, dass der Wein ausgegangen war und bevor es die Eingeladenen
bemerkten, sagte sie zu ihrem Sohn: "Sie haben keinen Wein
mehr.", worauf Jesus antwortete: "Was willst Du, Mutter,
meine Stunde ist noch nicht gekommen." Die Jungfrau Maria wies
sodann die Diener an: "Tut alles, was er euch sagten wird!"
Und was dann geschah, ist bekannt: das Wasser wurde zu einem Wein.
besser als der vorige, die Überraschung für den Gastgeber,
das Wunder wurde zum Zeichen für die Jünger.
In
Galiläa (im Sommer des Jahres 28)
Das
Johannes Evangelium berichtet von einem zweiten Wunder, dass Jesus
in Qana von Galiläa wirkte: ein königlicher Beamter in
Kafarnaum, dessen Sohn schwer krank war, eilte nach Qana. um Jesus
zu bitten, seinen Sohn wieder gesund zu machen: "Herr, kommt,
bevor mein kleiner Sohn stirbt." Jesus antwortete: "Geh
heim, Dein Sohn lebt." Auf dem Rückweg nach Kafarnaum
trifft er am folgenden Morgen seine Diener, die ihm verkünden,
dass sein Kind geheilt und wieder gesund ist." (Jh.4) Das Qana
von Galiläa ist auch das Dorf des Nathanael (Jh.21), eines
der ersten Jünger von Jesus, bei dem es sich wahrscheinlich
um den Apostel Bartholomäus der synoptischen Evangelien handelt.
Tyros,
Sidon ( Saida ) und Sarepta ( Sarafand)
Die
Archäologie und die phönizischen Inschriften beweisen,
dass zu Jesus' Zeiten Tyros ein kosmopolitischer Hafen auf der Höhe
seiner wirtschaftlichen Blüte war. Stadt und Hafen von Sidon
/ Saida waren zu dieser Zeit ohne Zweifel etwas weniger bedeutend.
Die jüdische Gemeinde in Tyros pflegte noch bis nach dem Mittelalter
eine sehr geschäftige Erwerbstätigkeit. Jesus brachte
die Frohe Botschaft den in dieser Gegend bestehenden jüdischen
Gemeinden, die sich in der Nachbarschaft zahlreicher heidnischer
Ansiedlungen niedergelassen hatten. Die Kommentatoren des Evangeliums
heben oft heraus, dass Jesus sich in das Gebiet von Tyros und Saida
begab, um den Provokationen, Fallen und Hinterhalten der Pharisäer
und Sadduzäer zu entgehen. Hier konnte er wieder einen Moment
des Friedens und der Ruhe genießen und Kraft schöpfen,
weshalb er, so scheint es, seine jüdischen Gastgeber und seine
Jünger bat, niemanden von seiner Anwesenheit in der Region
wissen zu lassen. Die Evangelien der Heiligen Markus und Matthäus
geben jedoch Kunde von einer örtlichen Überlieferung,
der zufolge eine Kanaanäerin von Jesus die Heilung ihrer verwirrten
Tochter erflehte. Christus pries öffentlich die Beharrlichkeit
und Glaubenskraft dieser Frau, deren Gebet erhört wurde. Im
gleichen Sinn sollte er eine besondere Sympathie für die Städte
Tyros und Saida hegen und deren Spontanität preisen, Buße
zu tun, ohne dass sie die zahlreichen, in den jüdischen Siedlungen
wie Schoresch und Bethsaida geschehenen Zeichen und Wunder gesehen
hätten (Mc.8 u. Mat.15).
In Trachonitis (August
- September des Jahres 29)
Im
sandreichen Norden Palästinas, unweit des Anti-Libanonmassivs,
in Trachonitis liegt die Stadt Caesarea Philippi, das heutige Marjeyoun,
die auch" Stadt Gottes" genannt wurde, denn sie zeichnete
sich durch den Glanz ihrer Tempel und Gebäude aus sowie durch
seine Quellen und Obstgärten. Von der einstigen Pracht sind
nur noch einige Steine geblieben. Die Region Trachonitis sollte
eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben von Jesus spielen.
Nachdem Johannes der Täufer durch Herodes Antipas enthauptet
worden war, suchte Jesus hier Schutz, ohne jedoch die Stadt Caesarea
Philippi zu betreten. Zu drei bedeutenden Ereignissen kam es in
diesem Gebiet, das heute zum Libanon gehört:
I.
das Glaubensbekenntnis Petrus
Hier
begründete Jesus die Kirche und gab dem Apostel Simon Bar den
Namen Petrus, (auf Aramäisch Kepha = Felsen. Das Griechische
maskulinvisierte das Wort zu Petros). Es war unweit von Caesarea
Philippi, dass Jesus das für die Zukunft so entscheidende Wort
sprach: " Du bist der Felsen, und auf diesen Felsen will ich
meine Kirche gründen (auf Aramäisch 'kneser', auf Griechisch
'ekklesia', d.h. Versammlung. (Matth.16).
2. erste Ankündigung des
Leidens Christi
Im
ausschlaggebenden Moment, in dem er von seiner Jüngern gerade
das erste Bekenntnis ihres Glaubens an ihn als den Messias erhalten
hat, gibt er ihnen zum ersten Mal Kunde von seinem bevorstehenden
Leidensweg. Er enthält seinen anfänglich ungläubigen
Aposteln, dass die Stunde des höchsten Opfers gekommen ist
und dass er sich auf den Weg nach Jerusalem machen muss, um dort
verhaftet, gerichtet und verurteilt zu werden, um dann am dritten
Tag aufzuerstehen. Den Jüngern untersagt er, ihm zu folgen,
und Petrus muss sich eine barsche Zurechtweisung gefallen lassen.
3.
die Verklärung
Den
meisten der modernen Bibelausleger zufolge geschah die Verklärung
auf einem Gipfel des Berges Hermon, eines heiligen Berges der Heiden
und eines verehrungswürdigen Ortes der biblischen Überlieferung,
Einige Tage nach der ersten Ankündigung des Leidensweges bereitete
er ihren Glauben auf die kommende Prüfung vor und verklärte
sich vor den Aposteln Petrus, Jakob und Johannes, die wahrnahmen,
wie er mit Moses und dem Propheten Elias sprach. Das Mysterium war
so neu und tief, dass die Apostel wie bei der Ersten Ankündigung
des Leidensweges nicht die ganze Bedeutung begriffen, Ein großes
Wunder, die Heilung eines Epileptikers, geschah unmittelbar, nachdem
Jesus vom Berg der Verklärung herabgestiegen war (Math.17).
Morgendämmerung
des dritten Jahrtausends
Der
Libanon, heiliges Land und Land der Heiligkeit, Libanon, das Land,
in dem Christus wandelte und in dem er Petrus die Schlüssel
des Königreichs anvertraute und wo er zum erstem Mal seinen
Leidensweg ankündigte und sich verklärte, dieses Land
antiker Überlieferung, dieses Land voller junger, neuer Hoffnung
empfängt Sie in der Morgendämmerung des Dritten Jahrtausends.
Dieses biblische Land, der Libanon, ist mit seinen Bergen und seiner
Meeresküste ein Land von großer Naturschönheit,
für die Christus sehr aufgeschlossen war. In seinen Worten
über die Blumen auf den Feldern und die Vögel am Himmel
vernimmt man das Echo dieser von den heiligen Büchern gefeierten
und dem Libanon als Pfand anvertrauten Schönheit.
Quellenangabe:
©
"Libanon - Jesus in Phönizien" Broschüre des Libanesischen
Ministerium für Tourismus |