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Es
handelt sich um die jakobitische Kirche oder westsyrisch-monophysitische
Kirche, die auf das Patriarchat von Antiochia zurückgeht. Die
syrisch-orthodoxe Kirche basiert auf der Doktrin, die Jacobus Baradeus
(500-578) im sechsten Jahrhundert aufstellte. Seine Anhänger,
die hauptsächlich in Syrien wohnten, wurden nach dem Begründer
der Doktrin Jakobiten genannt. Der berühmte Heilige Simeon,
der sein Leben auf einem Säulenstumpf verbracht haben soll,
gehörte dieser Kirche an. Auf dem Konzil von Chalkedon 451
wurden die monophysitischen Anschauungen über Jesus verurteilt.
Seit dieser Zeit herrschte ein unerklärter Krieg zwischen der
byzantischen Reichskirche und den Monophysiten, zu denen auch die
Syrisch-Orthodoxen gehörten.
Ihr
Oberhaupt ist der Patriarch von Antiochia, der allerdings seit längerer
Zeit in einem Kloster bei Diarbekir am oberen Tigris oder im Markuskloster
in Jerusalem residiert. Sie sind die einzigen, dis bis heute noch
die syrisch-aramäische Liturgie bewahrt haben.
Vor
dem Bürgerkrieg lebten ca. 350 000 Syrisch-Orthodoxe in Syrien,
dem Irak, in der Türkei, dem Libanon und in der westlichen
Diaspora, ca. 250 000 davon im Nahen Osten. Etwa die Hälfte
der Syrisch-Orthodoxen aus dem Libanon ist während des Bürgerkrieges
nach Europa, Kanada, in die USA und nach Australien ausgewandert.
Jetzt sollen ca. 35 000 Gläubige im Libanon leben.
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